Selbstgemachte natürliche Alternativen zur Zahnpasta aus dem Supermarkt

Als echte Alternativen zu Zahnpasta, die Sie in Supermärkten oder Drogeriemärkten oder auch Apotheken kaufen können, stellen sich selbst hergestellte Varianten dar.

Gründe für selbstgemachte Zahnpasta

Die Gründe, warum Sie auf der Suche nach einer Alternative zur gekauften Zahnpasta sind, können sehr vielfältig sein. Oft sind es die Inhaltsstoffe in den gekauften Varianten, die den Verbraucher dazu bewegen, nach Alternativen zu suchen. Viele Inhaltsstoffe sind umstritten, einige Inhaltsstoffe für den Laien nur schwer verständlich. Immer häufiger wird die Zahnpasta, die es zu kaufen gibt, aufgrund der Inhaltsstoffe kritisiert. Daher gibt es auch immer mehr Angebote für “gesunde” und natürliche Zahnpasta, diese ist aber oft preislich deutlich höher angesiedelt, als die normale Zahncreme. So suchen immer mehr gesundheitsbwusste Verbraucher nach echten Alternativen zur chemisch hergestellten Zahnpasta.  Hier finden Sie wertvolle Tipps und Anregungen wie Sie Ihre Zahnpasta selber machen können. Zusätzlich gibt es zwei Rezeptvorschläge für selbstgemachte Zahncreme.

 

Die richtigen Inhaltsstoffe sind die Basis

Häufig ist die Basis für selbst hergestellte Zahncreme Natron. Aber auch Kokosöl wird immer häufiger verwendet. Gut geeignet ist auch Kreidepulver oder ultrafeine Heilherde. Ebenfalls kann Xylit (Birkenzucker) und Meersalz zur Herstellung verwendet werden. Ergänzt werden diese Zutaten durch ätherische Öle (z.B. Minze) oder Hydrolate aus Salbei oder Rosmarin. Zusätzlich kann Lavendeltinktur verwendet werden.

Im Folgenden erfahren Sie wofür die einzelnen Zutaten verwendet werden und welche Funktion sie in der selber gemachten Zahncreme haben.

Natron – das Wundermittel

Natron kennen Sie sicher als typisches Hausmittel mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Natron wirkt in der Zahnpflege leicht schleifend und entfernt dadurch effektiv Nahrungsreste, die sich auf den Zähnen absetzen. Zusätzlich wirkt es mild bleichend und sorgt so für weiße Zähne, ohne chemische Bleichmittel. Außerdem wirkt Natron basisch und sorgt für einen ausgeglichenen pH-Wert im Mundraum.

Alternativen zu Natron: Kreidepulver, ultrafeine Heilerde, Birkenzucker und Meersalz

Feinstes Kreidepulver oder ultrafeine Heilerde, beides in der Apotheke oder im Reformhaus, auch online, erhältlich, stellen eine gute Alternative zu Natron dar, da beide Zutaten ebenfalls schleifend und reinigend wirken. Birkenzucker, auch bekannt unter dem Namen Xylit, hilft in der täglichen Zahnpflege bei der Vermeidung von Karies. Es wird allerdings aufgrund der enthaltenen unverdaulichen Ballaststoffe nicht zum Verzehr empfohlen, sorgt bei Ihrer selbst gemachten Zahncreme aber für einen angenehm süßlichen Geschmack. Sie erhalten es im Internet oder im Reformhaus. Meersalz wirkt, wie auch Natron oder Kreidepulver, leicht schleifend und reinigend und hat zudem einen antibakterielle Wirkung.

Kokosöl oder Kokosfett

Kokosöl gilt als wahres Wundermittel, dass Sie nicht nur zur Zahnpflege einsetzen können. Es wirkt nicht nur effektiv gegen Bakterien, sondern zerstört sogar die Bakterien, die hauptsächlich für die Entstehung von Karies verantwortlich sind. Zusätzlich wirkt es antimikrobiel und antimykotisch und hilft sogar gegen Mundgeruch und Zahnfleischentzündugen. Sie erhalten Kokosöl aus biologischem Anbau online oder in gut sortierten Bioläden oder Reformhäusern.

 

 

Zahnpasta einfach selbst herstellen

Eine gesunde und natürliche Zahncreme selber herzustellen ist weniger kompliziert und weniger aufwendig, als Sie sich vielleicht im ersten Moment denken. Sie können dabei auch Ihren persönlichen Geschmack einfließen lassen, denn Zahnpasta selber machen heißt nicht, dass Sie auf einen guten Geschmack beim täglichen Zähneputzen verzichten müssen. Wenn Sie Ihre Zahncreme selbst machen, achten Sie darauf, dass das Behältnis für die Zahncreme vorab gründlich gereinigt wurde, so dass keine Bakterien im Gefäß sind, die die Haltbarkeit der Zahncreme negativ beeinflussen.
Stellen Sie außerdem lieber kleinere Mengen her, da die selbstgemachte Zahnpasta ohne Konservierungsstoffe nicht ewig haltbar ist. Um zu vermeinden, dass Sie Ihre Zahncreme entsorgen müssen, stellen Sie sie lieber in regelmäßigen Abständen frisch her. Zur Aufbewahrung sind Salbentigel ideal geeignet, Sie können sicht aber auch im Internet spezielle Zahnpastatuben besorgen, die Sie dann befüllen können. Sie können auch alte, leere Zahnpastatuben verwenden, hier ist allerdings die Reinigung etwas umständlich.

 

Welche Anforderungen muss eine gute Zahnpasta erfüllen?

  • Zahnfleisch pflegen
  • Zähne schonend reinigen
  • Karies vorbeugen
  • Einen guten Geschmack haben

 

1. Rezeptvorschlag mit Natron und Kokosöl

Zutaten

Sie benötigen neben 50 g Kokosöl noch 30 g Natron und ein Teelöffel Birkenzucker (Xylit), außerdem eine Prise feines Meersalz (idealerweise unbehandelt). Zusätzlich werden einige Tropfen Minzöl benötigt. Für die Herstellung der Zahnpasta wird das Kokosöl bei niedriger Temperatur geschmolzen. Die restlichen Zutaten werden in einem Topf untergemischt, bis eine Paste mit cremiger Textur entsteht. Das Minzöl wird als letzte Zutat hinzugefügt. Anschließend füllen Sie die Paste in das Glas, das zur Aufbewahrung dient. Diese Mischung ist einige Wochen haltbar und muss nicht gekühlt werden. So können Sie Ihre selber gemachte Zahncreme auch direkt im Bad aufbewahren, ohne sich über die Haltbarkeit Sorgen machen zu müssen.

 

2. Rezeptvorschlag: Zahncreme mit Kreidepulver oder ultrafeiner Heilerde

Zutaten

 

Möchten Sie Zahncreme selber herstellen und dabei auf Kokosöl verzichten, eignet sich dieses Rezept sehr gut. Dabei verwenden Sie Kreidepulver oder ultrafeine Heilerde sowie Birkenzucker und eine kleine Menge Natron. Außerdem benötigen Sie ein Hydrolat (Pflanzenwasser) Ihrer Wahl: Rosmarin oder Salbei sind aufgrund Ihrer Wirkstoffe ideal für die Zahn- und Mundhygiene. Ergänzt wird die Mischung durch Lavendelblütentinktur, die für längere Haltbarkeit der Zahncreme sorgt.

Für 35 ml selber gemachte Zahnpasta benötigen Sie folgenden Mengen:

Fünf Teelöffel Kreidepulver oder Heilerde sowie einen Teelöffel Xylit. Zusätzlichen benötigen Sie einen Teelöffel Birkenzucker und einen halben Teelöffel Natron. Von der Tinktur Ihrer Wahl verwenden Sie einen Teelöffel und von dem gewünschten Hydrolat zweieinhalb Teelöffel.

Mischung der Zutaten

Die Zutaten werden alle in ein Glas gegeben und verrührt, bis die Paste eine cremige Textur erhält. Wenn Sie die Konsistenz verändern möchten, verwenden Sie entweder die flüssigen Zutaten, oder die Zutaten in Pulverform, je nachdem ob die Paste zu fest oder zu flüssig ist.

 

selbstgemachte-zahncreme-anwendung

Quelle: https://pixabay.com/de/bad-badezimmer-waschbecken-690774/

Die tägliche Anwendung der selber gemachten Zahncreme

Zu Beginn ist die Verwendung dieser natürlichen selbstgemachten Zahncreme für die meisten Menschen sehr ungewohnt. Sie schäumt nicht auf beim Zähneputzen und auch die Konsistenz unterscheidet sich deutlich von der gekauften Zahnpasta. Ebenfalls werden Sie geschmackliche Unterschiede feststellen. Dennoch werden Sie nach dem Zähneputzen ein sauberes Zahngefühl verspüren und frischen Atem haben. Und wie bei der gekauften Zahnpasta, ist auch bei selbst gemachter Zahnpasta vor allem das regelmäßige und richtige Zähneputzen das A und O für gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch. Achten Sie auch darauf, dass Sie Ihre Zahnbürste regelmäßig wechseln und gehen Sie zur Kontrolle zum Zahnarzt. So können aufkommende Krankheiten im Zahnfleisch oder Schwachstellen an den Zähnen rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

 

YouTube Videos zum Thema “Zahncreme selbst herstellen”

 

 

 

 

Beitragsbild-Quelle: https://pixabay.com/de/schlumpf-zahnb%C3%BCrste-zahnpasta-139993/

Natürliche Zahnpasta selber machen: 2 Rezeptvorschläge
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